Nähgruppe mit Herz für Patientinnen

Nähgruppe spendet für Patientinnen im Brustzentrum am Klinikum

Nähgruppe übergibt Herzkissen an das Brustzentrum im Klinikum Bayreuth

Sie verbinden ihr Hobby mit einem guten Zweck: Regelmäßig treffen sich Brigitte Färber, Helga Koch, Rosa Henke, Susanne Holden, Irene Meitz und Irene Schönfeld zum Nähen. Gemeinsam stellen sie Herzkissen in bunten Farben und nach einem speziellen Schnittmuster her, die sie dann an die Frauenklinik der Klinikum Bayreuth GmbH spenden. Gemacht und gedacht sind sie für Patientinnen, die gerade eine Brustkrebsdiagnose erhalten haben. Unterstützt werden sie dabei durch den Verein SenoCura – gemeinsam gegen Brustkrebs, der einspringt, falls die Materialkosten durch Spenden nicht gedeckt werden können.

Die Herzkissen bekommen Patientinnen und Patienten direkt bei der Diagnose in der Klinik überreicht und begleiten diese durch die Erkrankung. „Die Diagnose ist für die Frauen ein Schock – da ist es schön, etwas in den Händen zu haben, an dem man sich festhalten kann“, sagt Svenja Dietzel-Drentwett, Oberärztin im Brunstzentrum, und bedankt sich gemeinsam mit Stationsleitung Alexandra Scheidler-Gabelenz für die Spende. Jedes einzelne Kissen ist ein Unikat. Die Farben sind hell und fröhlich und schenken den Frauen kleine Lichtblicke. „Die Kissen sind ein Symbol für Herzlichkeit, Hoffnung und Zuversicht“, sagt Brigitte Färber, die die Nähgruppe gegründet hat.

Aber sie haben nicht nur symbolischen Charakter: Die Herzen sind aus reiner Baumwolle und damit gut waschbar. Angefertigt werden sie nach dem speziellen Schnitt der dänischen Krankenschwester Nancy Frijs-Jensen. Das Kissen hat die Form eines Herzens mit verlängerten „Ohren“ und kann nach einer Brustoperation dazu beitragen, Narbenschmerzen und Lymphschwellungen zu lindern. „Viele der Frauen nutzen die Kissen zu Hause, aber auch, wenn sie nach der Operation zu einer weiterführenden Chemotherapie ins Haus kommen, um das operierte Gewebe zu entlasten, sagt Dietzel-Drentwett. Das lange Sitzen aber auch das Liegen bereite den Frauen oft noch Probleme und lasse sich mit Hilfe des Kissens etwas bequemer gestalten.

„Beim Nähen sind wir in Gedanken bei den Patientinnen und hoffen, dass wir mit den Kissen einen kleinen Beitrag während der Therapiezeit leisten können“, sagt Brigitte Färber. Vielen Dank für so viel Herz.

Im Bild von links nach rechts:
Christine Thyroff, SenoCura e. V., Helga Koch und Rosa Henke (Nähgruppe), Oberärztin Svenja Dietzel-Drentwett und Stationsleitung Alexandra Scheidler-Gabelenz, beide Klinikum Bayreuth, Brigitte Färber, Initiatorin der Nähgruppe, Laura Kuhn und Konstantina Gravos, beide Medizinische Fachangestellte im Klinikum Bayreuth.